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Einladung zur DASV-Mitgliederversammlung in Regensburg 2020 - abgesagt

Die Mitgliederversammlung ist abgesagt.

 

Im Namen des Vorstandes möchte ich die Mitglieder des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V. fristgerecht zur Mitgliederversammlung am

Samstag, den 25. April 2020, um 09.30 Uhr,
im Restaurant „Haus Deuport“ in
93047 Regensburg, Domplatz 7

sehr herzlich einladen. Nutzen Sie die Gelegenheit und diskutieren Sie persönlich mit den (Vorstands-)Mitgliedern über die Belange unseres Vereines.

Tagesordnung

1. Begrüßung und Eröffnung
Genehmigung des Protokolls zur Jahreshauptversammlung 2019 in Maastricht
(nachzulesen im Rundbrief 515)
2. Berichte des Vorstandes (nachzulesen im Rundbrief)
3. Berichte der Kassenprüfer
3.1  für den Schatzmeister
3.2  für den Rundsendedienst
4. Entlastung der Vorstandsmitglieder
5. Beschlussfassung über den Mitgliedsbeitrag für 2021
6. Ehrungen
7. Festlegung von Tagungsorten
7.1  Herbsttreffen 2020
7.2  Frühjahrestreffen 2021
8. Anträge
9. Verschiedenes
(Postvertrags-Projekt, Online-Forum www.altpostgeschichte.com,
Postgeschichte live 2020“, IBRA 2021 Essen, Aktuelles aus dem VPhA u.a.)

Anträge zur Tagesordnung richten Sie bitte bis zum 01. April 2020 schriftlich an Klaus Weis, Bruchsaler Str. 10, 76356 Weingarten.

Weingarten, im Dezember 2019

Klaus Weis
Präsident des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V.

„Postgeschichte live“ Sindelfingen 2019

Das hatte es zuvor noch nicht gegeben: eine gemeinsame Delegation britischer Postgeschichtler aus den Reihen der Royal Philatelic Society London und der British Postal History Society war zu Besuch bei den postgeschichtlichen Tagen in Sindelfingen. Die Anwesenheit britischer Spitzen-Philatelisten bereicherte nicht nur die verschiedenen gesellschaftlichen Veranstaltungen, sondern insbesondere auch den Ausstellungs-Wettbewerb um die goldenen, silbernen und bronzenen Posthörner wie auch das Internationale Symposium der „Postgeschichte live“.

Schon am erstmals so veranstalteten Begrüßungsabend „brachen alle Dämme“. In betont lockerer Athmosphäre in einer typisch schwäbischen Besen-Wirtschaft durfte jeder der Teilnehmer eine persönliche, individuell gestaltete Erinnerung des DASV-Präsidenten mit nach Hause nehmen. Schon an diesem Abend hatte sich der Besuch für die meisten der Anwesenden offenbar gelohnt. Nach dem tollen Erfolg dieser Einführungsveranstaltung für unsere Gäste soll diese in Zukunft gute Tradition werden …

 

Ausgelassene Stimmung in geselliger Runde am Begrüßungsabend

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausgelassene Stimmung in geselliger Runde am Begrüßungsabend

 

 

 

 

 

 

Chris King erhält eine persönliche Erinnerungsplakette des Präsidenten.

 

 

 

 

 

 

 

 

RPSL-Teilnehmer Tim Schofield aus Australien – vielleicht der weitgereisteste Teilnehmer der „Postgeschichte live“ ever?

 

 

 

 

 

Tag 2: Der nachmittäglichen DASV-Vorstandssitzung folgte der „DASV-Abend mit Freunden“ im Hotel Mercure. Bei dieser Gelegenheit konnte René Simmermacher für sehr beachtliche 60 Jahre Mitgliedschaft im DASV geehrt werden. Der Höhepunkt des abendlichen Unterhaltungsprogramms war schließlich Karl Louis überlassen, der mit einem hochinteressanten, britisch sozialphilatelistisch geprägten Vortrag zu den Zeiten von Queen Victoria brillierte.

René Simmermacher erhält die Ehrung für seine 60-jährige DASV-Mitgliedschaft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Karl Louis bei seinem hochinteressanten Vortrag.

 

 

 

Tag 3: Das Internationale Symposium für Postgeschichte, erneut mit erstklassiger Besetzung. „Mr. Postgeschichte“ James Van der Linden, Hamburg-Experte Thomas Höpfner und „Mr. Penny Black“ Alan Holyoake verstanden es in ausgezeichneter Art und Weise, rekordverdächtige 70 Gäste mit ihren vorzüglichen, zweisprachigen Vorträgen in ihren Bann zu ziehen. Mit einem gewissen Stolz dürfen wir sicherlich behaupten, dass dieses Niveau im mitteleuropäischen Raum wohl seinesgleichen suchen dürfte.

 

Das hochklassig besetzte Internationale Symposium für Postgeschichte: v.l. James Van der Linden, Thomas Höpfner, Alan Holyoake und Klaus Weis.

 

 

 

 

 

Der DASV-Festabend im Hotel Erikson stand ganz im Zeichen wachsender deutsch-britischer Beziehungen. Nach der offiziellen Begrüßung und Vorstellung der Royal Philatelic Society London und der British Postal History Society durften wir uns über die Anwesenheit unserer 95-jährigen Wilma Droemont freuen, die sich offen zu ihrem „zarten Alter“ bekennt. Gäste aus Australien, Belgien, Dänemark, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Ungarn und der Türkei bildeten das illustre Publikum, darunter eine Vielzahl hochrangiger und hochdekorierter Philatelisten. Höhepunkt des Abends war die Verleihung der SAVO-Plakette an Alan Holyoake aus Jersey, der neben all seinen philatelistischen Fähigkeiten als ausgezeichneter „Entertainer“ punktete. Die im weiteren Rundbrief abgebildete, zweisprachige Laudatio wurde von Dieter Michelson verfasst und trug ebenso wie die Ausnahme-Violinistin Anja Gerter in bestmöglicher Form zur guten Unterhaltung des Abends bei.

 

 

v.l. Thomas Höpfner, RPSL Senior Vice President Peter Cockburn, Klaus Weis, PHS Honorary Secretary Steve Ellis.

 

 

 

 

 

 

 

 

Alan Holyoake RDP erhält die SAVO-Plakette 2019.

 

 

 

 

 

 

 

 

Persönliche Anerkennung für das 95-jährige DASV-Mitglied Wilma Droemont.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Turhan Turgut aus der Türkei (Präsident der Türkischen Akademie für Philatelie) nebst Gattin.

 

 

 

 

 

 

Tag 4: Die alljährlich mit großer Spannung erwartete Verleihung der Posthörner. Dem olympischen Gedanken folgend kann es in jeder Klasse leider nur ein goldenes, ein silbernes und ein bronzenes Posthorn geben – das sind nun einmal die Regeln. Gratulieren möchte ich allen Gewinner eines Posthorns nicht nur den zahlreichen, welche aus den Reihen des DASV kommen, aber selbstverständlich auch allen Kandidaten.

Die Verleihung des DASV-Literaturpreises war der Schlusspunkt des offiziellen Programms. Der mit 250.- € dotierte Sonderpreis ging in diesem Jahr an Jürgen Naab für sein Werk „Thurn und Taxis – Frankaturen 1852 – 1867“.

Mein Fazit zu Sindelfingen: aus DASV-Sicht hat es sich wieder einmal besonders gelohnt. Gerne werden wir uns an all die teilweise denkwürdigen Veranstaltungen erinnern und wir dürfen mit Fug und Recht behaupten, dass wir den „Geist von Sindelfingen“ nachhaltig in eine weitere Ecke Europas getragen haben. Das internationale Renommée des DASV wächst weiter ebenso wie die Bedeutung „Postgeschichte live“ als herausragender Veranstaltungsort für Postgeschichte im europäischen Raum.

Ein Großteil der britischen Delegation nach der Verleihung der Posthörner.

Im Oktober 2020 wird erstmals die „Koninklijke Belgische Academie voor Filatelie“ zu Gast in Sindelfingen sein und für eine weitere Bereicherung der „Postgeschichte live“ sorgen. Die Vorbereitungen hierzu sind bereits angelaufen …

 

DASV-Frühjahrestreffen in Maastricht 2019

Liebe Freunde der Postgeschichte,
wenn ich nach einer jahrzehntelangen Mitgliedschaft im DASV in ferner Zukunft irgendwann einmal zurückschauen werde, wird das Frühjahrestreffen 2019 in Maastricht in meiner Erinnerung sicherlich zu den besten seiner Art gehört haben. Diese wichtige Veranstaltung mit ihren in allen Belangen abwechslungsreichen, interessanten und perfekt organisierten Facetten hat Maßstäbe gesetzt, welche vielleicht schwer zu toppen sein werden. Ein großes Dankeschön dir, Dr. Hans WILDERBEEK für diesen hervorragenden Auftakt in ein besonderes philatelistisches Jahr.

Vor Ort erklärte mir ein bekannter, vielbeschäftigter Postgeschichtler aus dem Fränkischen, dass er eigentlich keine Zeit für eine Teilnahme gehabt hätte, doch in Anbetracht des sehr ansprechend im Vorfeld präsentierten, attraktiven Angebotes hätte er sich nicht verweigern können – schon gar nicht, als seine Frau von dem Programm erfahren hatte. Und die Einschätzung sollte sich bestätigen: von den aufgrund des Umfangs des Tunnelnetzwerkes und der „Höhlenmalereien“ imponierenden Kalksteingruben am Jezuitenberg ging es am Tag 1 zur Besichtigung des größten und ältesten Weinberges der Niederlande, welchen viele dort in dieser Form nicht unbedingt erwartet hätten. Dem „Warm-up“ mit einer Weinprobe folgte ein erstes kulinarisches Highlight in einem nahegelegenen französischen Restaurant.

War schon Tag 1 gut angenommen, wuchs die Teilnehmerzahl auf eine in diesen Zeiten rekordverdächtige Höhe mit insgesamt mehr als 50 Teilnehmern. Einen kleinen Eindruck hierzu soll das obligatorische Gruppenfoto vermitteln, welches am Festabend entstand und wie alle anderen hier gezeigten mit der Kamera von „Hausfotograf“ René HILLESUM (im Gruppenbild in der ersten Reihe Vierter von links) geschossen wurde.

„Hap & Stap“ – ein kulinarisches „Walking Dinner“ mit mehreren Stationen im Rahmen einer Stadtführung – originell und sicherlich von den Wenigsten in dieser Form einmal erlebt prägte Tag 2, der bei einem gemütlichen Beisammensein mit einem Einführungsvortrag von Bert GOOFERS mit einer „kleinen Postkronik“ von Maastricht endete …

Am Samstag stand schließlich die DASV-Mitgliederversammlung an. Neben der Entlastung des Vorstandes ohne Gegenstimmen erscheint mir die gelungene und gut angenommene Vorstellung des persönlich anwesenden neuen Redakteurs des DASV-Rundbriefes, Michael MAAßEN und die lebhaft diskutierte Zukunft des DASV-Postvertragsprojektes in diesem Zusammenhang besonders erwähnenswert. Der Veranstaltungsort hatte im Übrigen alles, was das Herz begehrt: Das  außergewöhnliche Ambiente des „Thiessen Wijnkoopers“ – des ältesten Weinhauses der Niederlande – bot einen idealen Rahmen mit allerlei kulinarischen Leckereien und einer Führung durch das Traditionshaus.

Der anwesende Vorstand v.l.n.r.: Horst Warnecke, Hans-Albert Bremer, Thomas Höpfner, Klaus Weis
und Dr. Heinrich Conzelmann (Michael Dick im Auditorium)

Das nachmittägliche Vortragsprogramm erwies sich als überaus gelungener Mix – begonnen mit einem vorphilatelistischen Thema, welches von Hotze WIERSMA und Friedrich MEYER in einer niederländisch-deutschen Co-Produktion mit hohem Unterhaltungswert präsentiert wurde. Die dargestellten Forschungsergebnisse zum „Hamburg – Amsterdamer Ritt von 1650 bis 1808“ werden aller Voraussicht nach in naher Zukunft noch eine Vertiefung erfahren und ebenso wie die  Ausführungen zu den beiden anderen Vorträgen in den kommenden DASV-Rundbriefen nachzulesen sein.

Hotze Wiersma und Friedrich Meyer beim gemeinsamen Vortrag

Einem sehr speziellen, gleichwohl inspirierenden Thema widmete sich auch der Vortrag von Robert FÜRBETH mit „Teilbarfrankaturen zu Beginn des Deutsch-Österreichischen Postvereins“. Auch hier wird es wohl noch einiges zu entdecken geben.

Robert Fürbeth (links) präsentierte „Teilbarfrankaturen zu Beginn des Deutsch-Österreichischen Postvereins“,
Gerard van Welie (rechts) begeisterte mit postgeschichtlichen Highlights von Niederländisch-Indien.

Last but not least Top-Aussteller Gerard VAN WELIE mit seiner „Destination Insulinde: die Postverbindungen nach Niederländisch Indien“ – internationaler (Schiffs-)Postverkehr auf allerhöchstem Niveau, welches die spannenden Facetten der  Incoming Mail bestens präsentierte und ebenfalls Lust auf mehr machte.

Dieses denkwürdige Frühjahrestreffen fand seinen würdigen, standesgemäßen Abschluss am samstäglichen DASV-Festabend im „Kruisherenrestaurant“ mit historischem Ambiente.

Abschließend nochmals mein herzliches Dankeschön im Namen aller Beteiligten an Dr. Hans WILDERBEEK für die äußerst aufwendige, generalstabmäßig geplante Organisation, die perfekte Durchführung und darüber hinaus für das vorbildliche und großzügige persönliche Sponsoring.

Impressionen vom Festabend
Alle Fotos: René Hillesum

Weingarten, im Mai 2019
Klaus Weis FRPSL
Präsident des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V.