| Schiffspost Barcelona - Genua im 18. Jahrhundert | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Abgebildet ist hier ein Brief von Cadiz nach Genua vom 18.11.1763.
Stempel1716 wurden in Spanien neue Postreglemente eingeführt. Nun war die Entfernung maßgeblicher Teil der Portoberechnung. Kurz darauf (1717) tauchen deshalb die ersten Ortsstempel auf. Neue Stempel (ab 1756) enthielten im Wesentlichen die Bezeichnung der Postbezirke. In den Hauptstädten der Regionen ließ man gerne den Ortsnamen weg - so auch bei unserem Brief mit: ANDALUCIA / LA ALTA. Die erste Etappe der (Brief-)Reise: Cadiz - Sevilla - Cordoba - Toledo / Aranjuez - Madrid
LeitwegDie Postverbindungen mit Frankreich waren zu dieser Zeit bereits vielfältig. Der erste mir bekannte Postvertrag dieser beiden Länder ist von 1670 (Vertrag von Louvois mit den spanischen Kuriermeistern von Italien und Flandern sowie von Mailand wg. 14 täglichen Postkurs Spanien - Italien durch Frankreich / über Oleron und Pont Beauvoisin / Bezahlung pauschal - gültig ab 01.7.1670). Es soll auch einen Postvertrag Spanien - Frankreich von 1749 geben. Eine Beförderung über diese Route scheidet jedoch aus, denn es fehlen französische Taxierungen oder Eingangsvermerke. Ein Postvertrag zwischen Spanien und Sardinien von 9.12.1723 regelte bereits die Schiffspostverbindung zwischen Barcelona und Genua, die vermutlich bereits seit 1636 existierte. Somit wurde der Brief nach Barcelona verbracht. Die zweite Etappe der (Brief-)Reise: Madrid - Guadalajara - Lodares - Zaragossa - Lérida - Barcelona Die dritte Etappe der (Brief-)Reise per Schiff: Barcelona - Genua Insgesamt reiste der Brief über 2000 km (1300 km über Land / 700 km mit dem Schiff) und erreichte nach 21 Tagen sein Ziel in Genua, d.h. der Briefe reiste mit einer Tagesgeschwindigkeit von knapp 100 km. Bis zum Beginn der ligurischen Republik (1797) war Genua ein mächtiger Stadtstaat. Er verdankte seinen Reichtum den zahlreichen Verbindungen mit Spanien. So finanzierte italienisches Großkapital viele spanische Expansionsbestrebungen und verdiente daran prächtig. Auch Kolumbus kam ursprünglich aus Genua. Der Empfänger des Briefes war Agostino Grimaldi della Pietra (1734-1784), ein bekannter Patrizier in Genua aus dem Geschlecht der Grimaldi, heute bekannt durch die Fürsten von Monaco. TaxierungNach L. Janssen galt in Genua die Währung 1 Lire = 20 Soldi = 240 Denari. Angeschrieben bei diesem Brief sind: 2 Lire 6 Soldi Mir bekannt sind Taxierungen mit 1.18. / 2.6. / 3. / 3.4. / 4.4. Die Vermutung, dass hier eine Gewichtsprogression vorliegt, ist nahe liegend. Weiter Beispiele zum Thema
Offene Fragen
Verwendete Literatur:
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Taxziffern in Genova auf spanischer Korrespondenz, |
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Der DASV ist eine Arbeitsgemeinschaft! Hier also eine Aufforderung zur Mitarbeit. Vor Jahren hat schon einmal Paolo Vollmeier dieses Thema im IPHF zur Debatte gestellt. [100 Pes. = 1,56 DM] Postverträge
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| A: Nach GENOVA vor 1796 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Diese Ziffern sind in Lira und denari. 1 Lira = 20 denari. Häufig ist die 1.18. Das Doppelte davon ist 3.16. (18 denari x 2 = 36 = 20 + 16 = 1 Lira 16 denari) Der erste Beleg ist von 1743. Folgende Ziffern sind mir während des „Ancien Régime“ (also vor 1796) begegnet: |
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| B: Andere Destinationen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Die Taxziffern sind teilweise in anderen Währungen ausgedrückt, bzw. es sind zwei Taxen vorhanden: eine von Genova und die zweite vom Bestimmungsstaat. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Zu den Taxen TOSKANA vermerkte drei Ziffern: LIRE – SOLDI – DENARI: 1 £ = 20 soldi; 1 soldo = 12 denari SIZILIEN vermerkte 2 Ziffern: TARI – GRANA Siz. (1 Grano Napoli = 2 Grana Siziliens) 1 Onza = 30 Tari: 1 Tari = 20 Grana Siz. |
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| C: Zeitalter Napoleons (ohne Berücksichtigung der Destination) ab 1796 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| D: Nach Napoleon (ohne Berücksichtigung der Destination) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Taxen 1.18 und 2.10 sind als Stempel abgeschlagen
(im VdL-Katalog noch nicht verzeichnet) ![]() |
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| Weitere Meldungen bitte an: Buschhaus@Postvertraege.de | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||




Auf der Rückseite befinden sich neben dem relativ seltenen Transitstempel
von Madrid CORREO / GRAL DE / MADRID keine weiteren postalischen
Vermerke oder Zeichen. Dieser Typ Stempel ist bei Tizon / Guinovari von
1753 bis 1767 bekannt. Es lassen sich von mir Verwendungen bis 1770 nachweisen.
Allen Briefen mit diesen Stempeln ist gemein, dass sie nach Genua, Lucca
oder Venedig liefen. Sie kamen entweder aus Alicante, Cadiz oder Lissabon.
Die Literatur gibt als Verwendungsort Madrid an. Ich möchte dies zumindest
bezweifeln.
























































