| Der Postvertrag Schweiz - USA vom 1. April
1868 ermöglichte die Auswechselung der Korrespondenzen im geschlossenen
Briefbeutel zwischen New York, England, Ostende, dem NDP und Basel. Das
Porto betrug 15 US-cents in der einen und 80 Rappen in der anderen Richtung
pro ½ Unze.
Unfrankierte und ungenügend frankierte Briefe mußten VIA OSTENDE gestempelt
werden, was eine Zutaxe (Strafporto) von 5 US-cents oder 20 Rappen bedingte.
Briefabbildung: Brief vom 11.4.1868, aus HAVANNA (geschrieben Avanna)
/ Cuba, über New York, Ostende, Basel und Milano nach GENOVA, Überfahrt
(New York 11.4. - Liverpool 21.4.) mit der "City of Antwerp" (Imman Line)
Interessant ist dieser Brief, weil er sowohl durch die USA wie durch
die Schweiz transitierte.
Der Brief kam per Handelsschiff von Cuba nach New York, was den Stempel
10 im Kreis bedingte.
Das Vertragsporto war 80 Rappen + 20 Rappen Zutaxe + 10 US-cents (= 50 Rappen):
Summe: Déb. Suisse 150 cs
Italien addierte sein Inlandsporto von 20 centesimi: Endporto: 170 centesimi
= 17 decimi.
Der Brief ging über den Gotthard und benutzte die südlich anschließende
ital. Bahnpost COMO - MILANO
Literatur: J. Van der Linden in Postgeschichte / Zürich Nr. 49 & 51
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